Aus der Mitte des Sees 

Moritz Hegers neuer Roman erscheint
am 24.02.2021 bei Diogenes

Du hast Bilder gesendet. Was erwartest du? Dass ich direkt zurückschreibe? Von mir ein spontanes „Süß!“ kommt oder gar ein „Ganz der Papa“ mit Smiley? Das kann man von seinem besten Freund doch wohl erwarten, und das sind wir doch noch, oder? Dein Austritt verlief konfliktfrei, weitgehend, so weitgehend, wie das eben geht. Und unser Abschied war herzlich. Kein bitteres, kein vergiftetes Wort, im Gegenteil, wir waren zum Schluss regelrecht aufgekratzt, alle beide, als hätten wir in natürlich auch schmerzhaften Gesprächen neu Nähe gewonnen, als stünde nun nicht die Trennung ins Haus. Hier waren wir beste Freunde. Hier heißt sechzehn Jahre lang. Schon deshalb, weil wir so viel miteinander geteilt haben. Aber das allein machte es nicht. Wir waren keine Kinder mehr, die immer den ihren besten Freund nennen, mit dem sie am meisten spielen. Wir waren erwachsen, als wir uns kennenlernten. Hatten uns entschieden. Für hier, aber auch für uns. Das war doch ein nicht unwesentlicher Grund, weshalb wir uns nach fünfeinhalb Jahren endgültig fürs Kloster entschieden haben, auch wenn wir einander das so natürlich nicht gesagt haben. Für mich warst du, als es auf die Ewige Profess zuging, eindeutig der Eindeutigere von uns beiden, das klingt jetzt komisch. Aber es stimmt. Bei mir waren es tastende Schritte, bei dir war es ein Weg.

Ein Kloster - Sehnsuchtsort für eine Auszeit.

Und ein Ort, um die wesentlichen Dinge des Lebens zur Sprache zu bringen. 

Eine Benediktinerabtei, idyllisch an einem See gelegen. Ihr Gastflügel ist gut besucht, doch die meisten Mönche nähern sich dem biblischen Alter. Gerade hat einer der jungen das Kloster verlassen und eine Familie gegründet. Seither stellt auch Lukas, Ende Dreißig, seinen Lebensweg in Frage. Da taucht Sarah auf, aufmerksam, zugewandt und körperlich. Die Mitbrüder drängen Lukas, die Leitung des Klosters zu übernehmen, doch auch das Leben lockt. Um zu einer Entscheidung zu finden, überlässt sich Lukas dem See: Beim Schwimmen öffnen sich Körper und Geist.

Ein Buch der Unruhe, der Selbsterforschung, das Herz und Geist zum Schwingen bringt. In einer wunderbaren Prosa, die einen vielstimmigen Resonanzraum erschafft.

Stimmen


Aus der Mitte des Sees ist ein großer Lesegenuß mit Selbsterkenntnispotential. 'Widersprüchliches auszuhalten' ist vielleicht manchmal die einzige Art, dem Leben gerecht zu werden. Das Buch hat meiner Meinung nach das Zeug zum Diogenesklassiker.

Hans Diehm, Buchhaus Wittwer-Thalia, Stuttgart 

Ich war die letzten beiden Tage mit Lukas beim Schwimmen und der Roman hat mir sehr gut gefallen. Ein sehr schöner luftiger Text mit einer fein erzählten Figurenkonstellation.

Wolfgang Tischer, literaturcafe.de  

Aus der Mitte des Sees ist ein stiller Vulkan, dessen Kraft im Kratersee schlummert. Menschgemachte Klostermauern im Schatten der ewigen Gültigkeit der Liebe. Eine Prise Sehnsucht, ein Tropfen Wehmut und eine unglaublich gekonnt eingesetzte subtile Erotik. Ein Glaubensbekenntnis der anderen Art. Was für ein Buch – ich bin begeistert! Ich lese es gleich noch einmal.

Brigitta Gerig-Wildermuth, Literaturvermittlerin

Ich habe an vielen Stellen innegehalten, um meinen eigenen Gedanken zu den von Bruder Lukas angestoßenen Themen nachzuhängen. Die "Fülle des Lebens" - die Balance zwischen Vertrauen und Zweifel, Liebe und Verzicht, Abschied und Neubeginn - ist auf jeder Seite spürbar. Ich werde noch lange von dieser Lese-Erfahrung zehren!

Dorothea Weiss, Buchhandlung Peterknecht, Erfurt

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