Aus der Mitte des Sees 

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Du hast Bilder gesendet. Was erwartest du? Dass ich direkt zurückschreibe? Von mir ein spontanes „Süß!“ kommt oder gar ein „Ganz der Papa“ mit Smiley? Das kann man von seinem besten Freund doch wohl erwarten, und das sind wir doch noch, oder? Dein Austritt verlief konfliktfrei, weitgehend, so weitgehend, wie das eben geht. Und unser Abschied war herzlich. Kein bitteres, kein vergiftetes Wort, im Gegenteil, wir waren zum Schluss regelrecht aufgekratzt, alle beide, als hätten wir in natürlich auch schmerzhaften Gesprächen neu Nähe gewonnen, als stünde nun nicht die Trennung ins Haus. Hier waren wir beste Freunde. Hier heißt sechzehn Jahre lang. Schon deshalb, weil wir so viel miteinander geteilt haben. Aber das allein machte es nicht. Wir waren keine Kinder mehr, die immer den ihren besten Freund nennen, mit dem sie am meisten spielen. Wir waren erwachsen, als wir uns kennenlernten. Hatten uns entschieden. Für hier, aber auch für uns. Das war doch ein nicht unwesentlicher Grund, weshalb wir uns nach fünfeinhalb Jahren endgültig fürs Kloster entschieden haben, auch wenn wir einander das so natürlich nicht gesagt haben. Für mich warst du, als es auf die Ewige Profess zuging, eindeutig der Eindeutigere von uns beiden, das klingt jetzt komisch. Aber es stimmt. Bei mir waren es tastende Schritte, bei dir war es ein Weg.

Ein Kloster - Sehnsuchtsort für eine Auszeit.

Und ein Ort, um die wesentlichen Dinge des Lebens zur Sprache zu bringen. 

Eine Benediktinerabtei, idyllisch an einem See gelegen. Ihr Gastflügel ist gut besucht, doch die meisten Mönche nähern sich dem biblischen Alter. Gerade hat einer der jungen das Kloster verlassen und eine Familie gegründet. Seither stellt auch Lukas, Ende Dreißig, seinen Lebensweg in Frage. Da taucht Sarah auf, aufmerksam, zugewandt und körperlich. Die Mitbrüder drängen Lukas, die Leitung des Klosters zu übernehmen, doch auch das Leben lockt. Um zu einer Entscheidung zu finden, überlässt sich Lukas dem See: Beim Schwimmen öffnen sich Körper und Geist.

Ein Buch der Unruhe, der Selbsterforschung, das Herz und Geist zum Schwingen bringt. In einer wunderbaren Prosa, die einen vielstimmigen Resonanzraum erschafft.

Stimmen


 Wie handelt ein Mönch, der plötzlich lieben will? Weil die Fragen, die der Text aufwirft, so fundamental sind, kann er es in Sachen Spannung mit so manchem Thriller aufnehmen. Aus der Mitte des Sees ist eine Geschichte mit Tiefe über Glauben, Liebe, Gemeinschaft und Verpflichtung. Der Roman ist eine Auszeit, die noch lange im Gedächtnis bleibt.

Gina Arzdorf, Frankfurter Allgemeine Zeitung
 

Vierzehn Tage, die in sehr dichter Form ein ganzes Leben in vielen Mosaikstücken bespiegeln und die vor allem um einen Ort kreisen: um den zum Kloster gehörenden Vulkansee, in dem Lukas seine Bahnen zieht. Aus der Mitte des Sees ist ein leiser Roman, sehr dicht gestrickt und dennoch voller offener Entwicklungsfäden. Die Wortkunst steckt in jedem Detail. Moritz Heger erweist sich als sensibler, genauer Beobachter. Ein Glück auch, dass der Autor seinem Helden nicht gestattet, Zuflucht zu den beliebten esoterischen Weisheiten zu nehmen.

Silke Arning, SWR 2
 

Das Reizvolle an diesem Roman: er plädiert für das sich Einlassen, auf das Neue und auf das Alte. Und er gewährt einen Blick in eine unvertraute Welt. Den Ausgang der Geschichte hätte man nicht für möglich gehalten.

Claudia Ingenhoven, MDR KULTUR


 Ein unglaublich poetisches Buch, wie eine langes wunderschönes Gedicht, nur halt ohne Reim, dafür aber zwischendrin mit feinem Humor.

Ulla Müller, Bayern 1
 

 Was für ein wunderbares Buch! Ein weiter Raum, der sich da auftut. Überall schimmert und leuchtet Existenzielles. Die Handlung geschieht im Innersten der Sprache, in den Reflexionen. Man hat das Gefühl, etwas über unser Dasein erfahren zu haben, das man vorher noch nicht wußte, durfte in eine andere Welt eintreten, bekam einen tiefen Einblick gewährt. Einen See, das Schwimmen in ihm – was für eine Dimension das haben kann, was für ein Mysterium das sein kann, wird künftig immer in mir mitschwingen, wenn ich aufs Wasser schaue. 


Walle Sayer

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